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Den Rhythmus im Blut? – Übungen Rhythmisierungsfähigkeit

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Unter der Rhythmisierungsfähigkeit versteht man, dass die Muskulatur durch Phasen der Spannung und Entspannung Bewegungen ermöglicht, die dadurch räumlich und zeitlich einer gewissen Abfolge und Ordnung entsprechen. Es kommt also zu einer Anpassung an Bewegungsrhythmen, die von innen, aber auch von außen, kommen. Die Rhythmisierungsfähigkeit ist somit auch im Tischtennis bedeutsam, da dort bei der Ausführung eines z.B. Topspins viele Muskeln beteiligt sind, die in einer gewissen Reihenfolge untereinander zusammenspielen.

Die Rhythmisierungsfähigkeit beschreibt, dass gewisse Techniken und somit also motorische Abläufe in einer minimalen Zeit rhythmisch ablaufen. Das heißt, durch die beteiligte Muskulatur erfolgt der Ablauf der Technik zeitlich, energetisch und räumlich als eine Einheit. Erst wenn die Bewegungsabläufe rhythmisch sind, erfolgen die Techniken auch rund und sauber in ihrer Ausführung.

Diese Übungen der Rhythmisierungsfähigkeit müssen dann während des Trainings oder Spiels auch beibehalten werden, was nicht einfach ist. Als Folge schleichen sich bei mangelnder Rhythmisierungsfähigkeit Fehler ein. Da gerade beim Tischtennis viele Bewegungen aufgrund der sich schnell ändernden Spielsituationen plötzlich und nicht regelmäßig auftreten, ist dieses Spiel durch arhythmische Eigenschaften charakterisiert. Dann aber dennoch seine Techniken rhythmisch ausführen zu können um im Wettkampf erfolgreich zu sein, das ist die Kunst, die durch konkrete Übungen auch schulbar ist.

Übungen Rhythmisierungsfähigkeit – Grundlegendes

Tischtennis Übungen für die Rhythmisierungsfähigkeit sollten schon früh in das kindliche Training integriert werden: Im Technikerwerbstraining sollten beispielsweise Schlagtechniken so trainiert werden, dass sie immer wiederkehren und mit hohen Wiederholungszahlen geübt werden, um eine Rhythmisierung zu ermöglichen. Wichtig dabei ist, wie gesagt, dass diese Rhythmisierung dann aber auch in dem arhythmisch geprägten Spiel erfolgreich Anwendung findet. Prinzipiell sind gerade beim Warmspielen (etwa eine Zeit lang über Kreuz ausschließlich Vorhand-Topspin) derartige Ausführungen sinnvoll, da sie die Schlagsicherheit vermitteln und so psychologische Vorteile bringen.

Übungen Rhythmisierungsfähigkeit – Beispiele

Natürlich gilt es, dass tischtennisspezifische Übungen (etwa Vorhand Topspin etc.) beim Erwärmen eingesetzt werden, um wie oben beschrieben die Rhythmisierung zu finden. Doch auch Übungen, die nicht explizit mit Schläger und Ball ausgeführt werden sind nützlich, um die Rhythmisierungsfähigkeit zu schulen.

Eine dieser Übungen ist das Gruppenbalancieren: Hierbei werden mehrere Bänke umgedreht aufgestellt und die Kinder stellen sich hintereinander auf jede Bank. Nun werden gewisse Bewegungen des Vordermannes nachgemacht, sodass diese synchron ablaufen. Alternativ können auch Zusatzgeräte eingesetzt werden, etwa einen Ball nach oben werfen und wieder fangen.

Bei einer anderen Übung, dem Spiegelbild, stellen sich die Kinder gegenüber und eines der beiden Kinder beginnt eine Bewegung auszuführen. Diese Bewegung soll dann von dem anderen Kind spiegelbildlich nachgeahmt werden. Auch hier können Zusatzgeräte, wie Seile oder Bälle, genutzt werden. Die Kinder sollen so ebenfalls ihre Rhythmisierungsfähigkeit schulen, um am Ende zusammen synchrone Bewegungen auszuführen.

Bei der Übung Mattenbahn und Reifenreihe werden zunächst Matten in einer Reihe hintereinander ausgelegt (Reihe 1). Neben diese Mattenreihe werden nun hintereinander Reifen ausgelegt, ebenfalls als Reihe (Reihe 2). Daneben kommt wieder eine Reihe Matten (Reihe 3) und daneben wieder eine Reihe Reifen (Reihe 4). Die Kinder werden nun aufgeteilt und positionieren sich in gleicher Anzahl hinter die vier Reihen. Die jeweils vier Kinder sollen nun gewisse, vorgegebene Bewegungsabläufe gleichzeitig und synchron ausführen (etwa Hopsaläufe, Einbeinsprünge, Drehungen bei jeder dritten Matte bzw. jedem dritten Reifen etc.), während sie sich entlang der jeweiligen Reihen fortbewegen. Auch können hier ebenso Zusatzgeräte, wie Bälle usw., zum Einsatz kommen. Bei derartigen Übungen müssen die Kinder auf ihre eigene Rhythmisierung der Bewegungen achten (innere), aber auch auf die der anderen Kinder (äußere) und erst, wenn eine gesamte Rhythmisierung eintritt, werden die Bewegungen synchron und laufen rund. Übungen Rhythmisierungsfähigkeit – lasst euch nicht aus dem Rhythmus bringen.

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