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Die Reaktionsfähigkeit

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Die Reaktionsfähigkeit, als eine weitere der koordinativen Fähigkeiten, beschreibt eine Fähigkeit, motorische Handlungen schnell einzuleiten und darüber hinaus diese motorischen Handlungen auch adäquat auszuführen.

Wichtig dabei ist, dass der gewählte Zeitpunkt zweckmäßig und passend zur Aufgabe ist, um diese optimal zu erfüllen. In den meisten Fällen ist das wichtigste Kriterium, eine Aufgabe reaktionsschnell zu erfüllen, das maximal schnelle Reagieren auf den entsprechenden Reiz oder das Signal.

Neben der Zugehörigkeit der Reaktionsfähigkeit zu den koordinativen Fähigkeiten, ist diese ebenfalls eine Teilkomponente der konditionellen Eigenschaft Schnelligkeit.

Schnelligkeit als Fundament der Reaktionsfähigkeit

Die Schnelligkeit ist also eine Fähigkeit, die dadurch begründet ist, dass das Zusammenspiel von Nerven- und Muskelsystem optimal aufeinander abgestimmt ist.

Reize aus der Umwelt, beispielsweise Verhaltensweisen oder Techniken des Gegners, werden über unsere Sinnessysteme aufgenommen, im zentralen Nervensystem verarbeitet und schließlich stehen die motorischen Handlungen am Ende, die uns adäquat und möglichst schnell reagieren lassen.

Die Schnelligkeit ist eine sogenannte motorische Hauptbeanspruchungsform, welche zu den konditionellen Fähigkeiten sowie zu den koordinativen Fähigkeiten zählt.

Beispiele der Reaktionsfähigkeit

Die Reaktionsfähigkeit kann man sich in einfacher Form so vorstellen: Bei einem 60 m – Sprint sollte zwischen dem Start-Signal und der Einleitung der motorischen Handlung (das Lossprinten) möglichst wenig Zeit vergehen. Der Sportler soll also möglichst schnell auf das Signal reagieren.

Natürlich spielt die Reaktionsfähigkeit auch bei komplexeren Situationen, beispielsweise während Mannschaftsspielen o.Ä., stets eine wichtige Rolle. Beim Tischtennis beispielsweise können wir uns folgende Situation vorstellen: Der Gegner spielt den Ball mit einem Vorhand-Topspin weit nach hinten, wir selbst stehen relativ weit vom Tisch entfernt. Plötzlich bleibt der ursprünglich lang gedachte Ball an der Netzkante hängen, dann ist ein schnelles Reagieren unbedingt erforderlich.

Quelle: Weineck, J. S. 609, 798. Optimales Training. Spitta Verlag GmbH & Co. KG

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