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Die Viszerosensorik

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Die Viszerosensorik beschreibt die Meldungen unserer Organe im Körper, die wir oft nicht bewusst wahrnehmen. Obwohl dies so ist, wird der Viszerosensorik eine große Bedeutung zugeschrieben. In diesem Artikel sollen ein paar grundlegende Informationen dargestellt werden.

Ob unser Kreislaufsystem richtig funktioniert, oder innere Organe korrekt arbeiten, dies alles können wir nicht willentlich beeinflussen und oft bekommen wir davon auch nichts mit. Sprich, all diese Prozesse laufen einfach, ohne Anstrengung und automatisch (autonom) ab. Dass dies so ist, verdanken wir einer Reihe an Sensoren in und bei unseren inneren Organen, die deren aktuellen Zustand erfassen und diesen an das Nervensystem weiterleiten. Bei Bedarf schreitet dieses dann ein und reguliert. Jene Signale in Richtung zentrales Nervensystem, kommend von den Sensoren der inneren Organe, bezeichnet man als Viszerosensorik.

Viszerosensorik – Beispiele für Viszerosensoren

Wenn etwas mit unseren inneren Organen nicht richtig funktioniert (Mangel- oder Schadensmeldungen), dann können wir dies als Schmerz wahrnehmen, z.B. Magenschmerzen, nachdem wir etwas falsches gegessen haben. Auch, wenn wir nicht genug getrunken oder gegessen haben, dann bekommen wir Durst bzw. Appetit. Um dies aber zu bemerken, sorgen die Viszerosensoren dafür, dass der Wassermangel registriert und gemeldet wird. Analog vermitteln uns derartige Sensoren ein Völlegefühl, wenn wir genug gegessen oder getrunken haben.

Auch gibt es Viszerosensoren, die den Blutdruck messen: Diese befinden sich an den Blutgefäßen oder auch im Bereich des Herzens. Bei Bedarf wird dann der Blutdruck erhöht (wenn wir z.B. aufstehen und aktiv werden), aber können wir dies nicht willentlich beeinflussen. In diesem Beispiel merken wir in der Regel auch nicht, ob der Blutdruck hoch oder gering ist.

Andere Viszerosensoren messen beispielsweise den Sauerstoffgehalt in unserem Blut: Wenn wir etwa joggen, verbrauchen wir durch die Muskulatur mehr Sauerstoff und so sinkt die Sauerstoffkonzentration im Blut, wobei gleichzeitig der Anteil an Kohlenstoffdioxid steigt. Durch die entsprechenden Sensoren wird dafür gesorgt, dass wir schneller atmen, so gelangt mehr Sauerstoff in die Lungen und gleichzeitig wird mehr Kohlenstoffdioxid ausgeatmet wird. Als Folge gelangt auch mehr Sauerstoff in die Blutbahn. Befindet sich nun genug Sauerstoff in der Blutbahn und ausreichend wenig Kohlenstoffdioxid, dann wird dies ebenfalls registriert und schließlich nimmt die Atemfreuqenz wieder ab bzw. bleibt gleich.

Quelle: Physiologie des Menschen, S. 223 ff., R. Schmidt, G. Thews, F. Lang, (2013).

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