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Tischtennis Übungen für die Anpassungsfähigkeit und Umstellungsfähigkeit

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Die Anpassungsfähigkeit im Tischtennis beschreibt, dass sich der Spieler während des Spiels oder Trainings an sich ständig verändernde Situationen anpassen kann. Die Umstellungsfähigkeit beschreibt die Fähigkeit des Spielers, Bewegungsprogramme während der Bewegung selbst aufgrund von plötzlich eintretenden Situationsveränderungen umzustellen.

Die Anpassungsfähigkeit erlaubt es, dass wir eine unmittelbar bevorstehende Handlung programmieren und planen: Die möglicherweise eintretende Situation wird vorausgeahnt (antizipiert), so können Spielsituationen sehr früh beurteilt und entsprechende Techniken frühzeitig ausgewählt und programmiert werden. Im Tischtennis findet also stets eine Anpassung an die Handlungen statt. Bei einer mangelnden Anpassungsfähigkeit werden Spielsituationen falsch eingeschätzt (z.B. Geschwindigkeit des Balls unterschätzt), und die Ausführung der Bewegung ist dann fehlerhaft: Der Ball berührt die Platte ein zweites Mal, bevor wir ihn erreichen. Daher ist die Schulung der Anpassungsfähigkeit sehr wichtig.

Wenn nun doch einmal Fehleinschätzungen auftreten, müssen die Handlungsabläufe dann auf die neue Situation bzw. eintretenden Variationen hin verändert und umgestellt werden, was durch die Umstellungsfähigkeit geschieht. Dabei wird die Bewegung dann so gestaltet, dass wir den Ball doch noch erreichen, bevor er das zweite Mal die Platte berührt: Anstatt eines Topspins mit einer großen Ausholbewegung bleibt nur noch Zeit, sich schnell vorwärts zu bewegen und den Ball mit Unterschnitt zu retten. Geplante Handlungsplanungen werden dann also während der Bewegung an sich situationsadäquat abgeändert.

Übungen Anpassungsfähigkeit und Umstellungsfähigkeit – Grundlegendes

Konkrete Übungen der Anpassungsfähigkeit und Umstellungsfähigkeit sollten daher so konzipiert sein, dass verschiedene Techniken unter sich veränderlichen Bedingungen und Variationen geübt werden. Daher entsteht ein derart vielseitiger Charakter, sodass der Spieler seine Bewegungsplanung und Bewegungsausführung ständig anpassen und umstellen muss. Solch ein Üben findet im Technikanwendungstraining seine Berechtigung: Das heißt, die erworbenen Grundübungen des Technikerwerbstrainings werden nun durch viele Variationen und Änderungen angewendet, wobei die Anpassungsfähigkeit und natürlich auch die Umstellungsfähigkeit mit geschult werden.

Übungen Anpassungsfähigkeit und Umstellungsfähigkeit – Beispiele

Bei der Übung Mattenbahn werden Matten quer und längs auf den Boden gelegt und die Kinder sollen nun in einem bestimmten Pfad über die Matten rennen. Dabei können verschiedene Variationen integriert werden: Beispielsweise können einige Matten quer, andere längs gelegt werden und auch die Abstände untereinander können verändert werden. Dadurch müssen die Laufbewegungen der Kinder während derartiger Übungen teilweise rhythmisch erfolgen, teilweise aber auch arhythmisch.

So wird erreicht, dass sich die Kinder in ihren Bewegungen dahingehend anpassen und auch umstellen müssen.

Bei der Übung Reifenreihe werden nun Reifen auf den Hallenboden verteilt. Die Kinder sollen nun so laufen, dass sie mit ihren Füßen abwechselnd in jeden Reifen treten, oder auch nur auf einem Bein springen (dann aber stets beide Beine trainieren), oder mit beiden Beinen gleichzeitig in jeden Reifen hüpfen.

Weitere Variationen sind möglich, indem auch hier die Abstände der Reifen variiert werden, oder es werden einige Reifen doppelt nebeneinander gelegt, sodass der rechte Fuß in den rechten, und der linke Fuß in den linken Reifen zu platzieren ist. Durch derartige Übungen werden ebenso die Anpassungsfähigkeit, aber auch die Umstellungsfähigkeit geschult, da sich die Kinder immer wieder auf die verschiedenen Reifenkonstellationen einstellen müssen.

Quelle: Koordinationstraining im Tischtennis, S. 17-18, 103-104. Deutscher Tischtennisbund.

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