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Krafttraining im Tischtennis

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Hinsichtlich des Themas Krafttraining im Tischtennis stellt sich zunächst folgende Frage: Ist es überhaupt sinnvoll den Leistungsfaktor Kraft für eine Verbesserung im Tischtennis zu trainieren?

Krafttraining für das Tischtennistraining?

Ein Tischtennisball wiegt ca. 2,5 g. Ein Tischtennisschläger (Holz + zwei Beläge) ca. 300g. Um diesen Ball zu beschleunigen braucht ein Tischtennisspieler kaum Kraft. Rein sportwissenschaftlich betrachtet wird Kraft erst bei einem zu überwindenden Widerstand von mehr als 30% der individuellen Maximalkraft benötigt.

Dies ist im Fall des zu beschleunigenden Tischtennisballs definitiv nicht gegeben.

Anders sieht es allerdings bei der Beschleunigung und Abbremsung des Athleten aus. Um die Laufbewegung eines schnellkräftig ausgeführten Sidejumps eines 90 kg Sportlers abzubremsen sind die zu überwindenden Widerstände deutlich größer als 30 %, womit die anfangs gestellte Frage nach der Notwendigkeit eines Krafttrainings im Tischtennis eindeutig mit JA zu beantworten ist.

JA, aber was sollte genau trainiert werden?

Es handelt es sich im Wesentlichen um Tischtennis Beinarbeitstechniken, bei denen Kraft benötigt wird. Diese sind Nachstellschritte und Überkreuzschritte, bei denen überwiegend Reaktivkraft benötigt wird um einen möglichst großen Kraftstoß zu generieren.

Bei Ausfallschritten mit Bewegungsumkehr ist Schnellkraft gefordert, da die Kraftmobilisation kurzzeitig ist und der Stützpunkt der Beine durch die Bewegungsumkehr kurzzeitig aus dem Lot kommt, was schnellstmöglich ausgeglichen werden muss. Des Weiteren sind für die Beschleunigung des Schlägers sämtliche beanspruchte Muskelgruppen zu trainieren, die beim Aufbau des Gesamtimpulses der Schlägerbeschleunigung mithelfen.

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